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 Exsecratio Musicae - Kapitel 3: Don't breathe too deep 
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Beitrag Re: Exsecratio Musicae - Kapitel 3: Don't breathe too deep
[Gabrielle McGregor – Alphabet City]

„Rent?“ Gabrielle erwiderte Amandas Blick und musste sich ein Grinsen verkneifen. „Das Musical kenn ich nicht, aber ich hab den Film gesehen ... ich mochte ihn auf jeden Fall. Und ich bin also Maureen. Gut.“ Immerhin hatte sie ein bisschen Ahnung davon, worum es in Rent ging, ganz anders als es bei „We will rock you“ der Fall gewesen war. Es konnte eigentlich nur besser werden als dort. Aaron wirkte allerdings nicht allzu enthusiastisch – zugleich erkannte Gabi aber auch, dass er vorerst nicht darüber reden wollte, und hakte deshalb auch nicht nach.

Amy dachte schon mal einen Schritt weiter und fragte nach den Anderen. Ja, das wäre der nächste sinnvolle Schritt – auch wenn Gabi auf das ein oder andere Gesicht gut verzichten konnte, aber solche Gedanken musste sie jetzt erst einmal hinten anstellen. Ach ja, eine Frage hatte Gabi noch. „Wer bist du eigentlich, Aaron?“ Soweit reichte ihr Rent-Wissen dann doch nicht ... hoffentlich würde es ihr überhaupt irgendwie von Vorteil sein.


25. Jan 2010 01:41
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Beitrag Re: Exsecratio Musicae - Kapitel 3: Don't breathe too deep
[Aaron Winterfeld - Alphabet City]

"Eine Fehlbesetzung", antwortete Aaron trocken auf Gabrielles Frage - oh, hallo schwarzer Humor, wie er ihn nicht vermisst hatte, er musste wirklich fertig sein - und schüttelte dann den Kopf. "Collins. Der schwarze Philosophieprofessor, ehemaliger Mitbewohner von Mark und Roger." Und Angels Freund. Er sagte es nicht. "Wenn du den Film gesehen hast, dann weißt du eigentlich alles, das Musical ist nicht viel anders. Zumindest nicht so spät..."
Er hätte sich gerne von Amanda ziehen lassen, um sich endlich irgendwo hinzusetzen und einen Moment lang seine Gedanken sortieren zu können, aber ihre Frage hatte auch so ihre Berechtigung. Er schaute sich um.
Häuserblocks. Feuertreppen. Telefonzelle. Mit einer vagen Handbewegung deutete Aaron auf das oberste Stockwerk eines der Häuser. "Da oben irgendwo sind sie wahrscheinlich, wenn sie die anderen Rollen besetzt haben. Was sie wahrscheinlich haben." Und je früher sie die anderen fanden, desto... schneller hatte er es hinter sich. Und wenn sie alle zusammen waren, hatte es bisher doch immer alles besser geklappt. "Lasst uns einfach schauen gehen, ja?"


25. Jan 2010 23:15
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Anarchistin v. D.
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Beitrag Re: Exsecratio Musicae - Kapitel 3: Don't breathe too deep
Und hier sind wir wieder! Habt ihr mich vermisst? Natürlich habt ihr das. Dabei habe ich nur so lange den Mund gehalten, um die Stimmung anzuheizen! Und, ist sie schön angeheizt? Oh ja. Ich spüre die Hitze! Schön! Dann mache ich es mir hier ja glatt gemütlich und beginne wieder weiter vorzulesen. Na, schön, ne??


[Amanda -- Alphabet City]

Ah. Ok. Zumindest hatten Aaron und Gabrielle ihre Ahnungen, was dieses Musical betraf. Das beruhigte sie schon mal sehr. Zwei waren besser als einer, obwohl sie natürlich nicht an Aarons Kompetenz zweifelte – ihr Kollege schien nur sehr, sehr durch den Wind zu sein. Wenigstens kippte er ihr nicht um, aber dafür sorgte sie schon indem sie ihn einfach fest am Arm hielt. Obwohl, wenn er umkippte, würde sie wahrscheinlich auch Gabrielle zum Halten brauchen – so stark war sie nun wirklich nicht.

Sie folgte Aarons Blick, und nickte als dieser meinte, wo wohl die anderen waren. Gut – hatten sie auch einen Schlüssel? Hm. Wohl nicht. Aber wenn dort ganz oben tatsächlich ihre Freunde waren, würden sie schon irgendwie reinkommen.
Darum blickte Amy noch einmal zu Gabi, bevor sie gemeinsam mit Aaron das Haus betrat:

„Bruchbrude.“ Sie seufzte, als sie die ersten Stufen hinauftrat.

„Ihr beide wisst schon, wo wir anhalten müssen, oder?!“


Amanda sollte sich mehr mit fremden Musicals befassen, so scheint es mir. Sie hat sich nicht in We Will Rock You ausgekannt, nicht in Rent – sonst würde sie vielleicht wissen, weshalb Aaron so relativ blass und gar nicht schwarz um die Nase aussieht. Nun, er mochte ja sowieso nicht daran denken, aber es würde sicher einiges erleichtern. Zum Beispiel auch, dass sie genau wusste, wo sie hinmusste. Oder irgendjemand einfach einen Stein gegens Fenster geworfen hätte. Claude oder Anna hätten sicher aus dem Fenster geguckt und ihnen sagen können, wo sie hinmussten. Aber nun, wer nicht selbst darauf kommt, ts …


[bei Léon Graves -- nicht Alphabet City sondern total hübsche Wohngegend; Taxi]

Der Taxifahrer sah ihn nicht an, sondern starrte einfach geradeaus aus der Windschutzscheibe, sodass man sein Gesicht noch immer nicht erkennen konnte. Darin war der seltsame Typ echt gut. Aber wer wusste schon, vielleicht hatte der Original-Benny auch bestimmt, dass sein Chauffeur ihn niemals ansah, und er hielt sich halt daran. Gab viele Gründe. Viele verschiedene.
„Mister Coffin, natürlich schulden Sie mir nichts. Alles ist schon bezahlt. Wie immer“, erklärte er tonlos (wie immer?) und verhielt sich sonst weiter stumm.
Tja, Léon konnte jetzt nicht mehr machen als aussteigen und in sein hübsches Haus gehen, wo sicher seine hübsche Frau und sein noch hübscherer Hund (eventuell? Vielleicht gab es ja wieder einen?) warteten. Ganz sicher. Und dann konnte er sich in ein schönes großes Bad legen, sich entspannen und verwöhnen lassen, und diesen Idioten von Jimmy vergessen … das war doch mal ein schönes Musical, ne?


Ich habe so das seltsame Gefühl, dass das Musical gar nicht so schön ist, wie der Text es gerade beschreibt. Und eigentlich sollte Léon dieses Gefühl auch haben, und sich nicht naiv darauf einlassen. Ich hoffe es für ihn – ich will nämlich nicht, dass er eventuell seinen Kopf verliert, nur weil er zu naiv war. Immerhin hatte die Geschichte bis jetzt doch schon gezeigt, dass Naivität einen hier nicht weiterbrachtete. Finde ich. Und ich muss es ja wissen, so als Erzählerin …


[Alexander (von) Thiel -- Krankenhaus; vorm Büro]

Kaum war die Frau aus dem Büro gestürmt und wollte eigentlich gehen, kam der Besitzer des Büros gleich hinterher – ein Mann Mitte fünfzig, die leicht gewellten braunen Haare schon vereinzelt mit grauen Haaren gespickt, und mit einer ziemlich krummen Nase (dank zwei Brüchen). Falls Rick aufmerksam war: Diesen Mann hatte er heute schon mal in der Caféteria gesehen. Zwar nur kurz, aber tatsächlich.
Und er schien gar nicht glücklich zu sein.
„Ich sage es Ihnen noch einmal: MIR! können Sie nicht drohen! Ich habe auch Verbindungen zum FBI! Und das ist mein Krankenhaus! Was ich hier sage, IST GESETZ!“, schrie er der Frau hinterher und schüttelte drohend die Faust – also mit dem sollte man sich eher nicht anlegen. Beziehungsweise, man sollte ihn eher nicht wütend machen. (Was aber gar nicht so leicht war, weil, wie Alex wusste, Tom eher ein hitzigeres Temperament hatte.)

Er brauchte paar Sekunden, dann atmete er aber tief durch und drehte sich um zu Alexander und Rick, die noch immer hier standen. Und warteten. Klar, was sollten sie denn auch sonst machen.
„Oh, du bist’s, Alexander, endlich – und du hast den Typen mitgenommen. Sehr schön. Na, dann kommen Sie doch mal mit.“ Mit diesen Worten ging der Arzt schon wieder zurück in sein (ziemlich chaotisches) Büro und setzte sich auf seinen Stuhl, davon ausgehend, dass Rick ihm schon folgen würde. Alex blieb vor der Tür stehen.
Also hatte die blonde Dame auch eher weniger Chance, unbeobachtet etwas zu belauschen.


Und da wären wir auch schon wieder am Schluss unseres heutigen Kapitels angelangt. Es endet mit: einem angepissten Arzt, einem leicht nach Hund wirkenden Adligen (obwohl ich den Adligen mag), einem verwirrten Kameramann und dieser SELTSAMEN PERSON die da in der Gegend rumsteht. Na, gut, dass Alex jetzt vor der Tür stehen bleibt und den Arzt und Rick alleine reden lässt – so kann man ganz sicher gehen, dass niemand etwas davon mitbekam, der nichts damit zu tun haben sollte. Hoffe ich zumindest. Nun gut, wir werden’s dann ja nächste Woche sehen …oder?


31. Jan 2010 23:24
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ER-Grafikerin
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Beitrag Re: Exsecratio Musicae - Kapitel 3: Don't breathe too deep
[Rick Taylor – Krankenhaus; vorm Büro]

Rick quittierte das ganze Drama, das sich um ihn herum abspielte, ganz gemäß seines Vorsatzes von „ja nicht wundern“, mit einem amüsierten Lächeln, das aber ziemlich schnell wieder verschwand, als ihm klar wurde, dass Alex ihm nicht in die Höhle des – ein schneller Blick auf das Schild neben der Tür – des Oberarztes folgen würde. „Na dann, war schön dich zu treffen“, meinte er und schüttelte Alex mit nicht ganz gespieltem Ernst die Hand. „Wenn ich nicht mehr rauskomme, kannst du mein Motorrad haben. Wenn du’s von mir zu Hause rüberschiffen lässt.“
Damit schritt er feierlich in das Chaos eines viel benutzten Büros. „Hi. Ich bin Der Typ Mit Der Kamera. Was habe ich verbrochen?“, konnte man noch hören, bevor er die Tür hinter sich schloss.


7. Feb 2010 18:52
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Beitrag Re: Exsecratio Musicae - Kapitel 3: Don't breathe too deep
[Léon Anthony Graves - Total hübsche Wohngegend,Taxi]

„Oh…“, Léon rieb sich mit dem linken Zeigefinger übers Kinn. „Das… ja, richtig.“ Seufzte. „Richtig. Sie haben natürlich recht.“
Endlich stieg er aus. Genoss das Gefühl der Freiheit, sog Luft über die Nase auf und ermahnte sich selbst zur Ruhe. Kein klopfendes Herz mehr. Kein Gestottere. Das kam seiner Rolle nicht gleich. Hier war er eine Autoritätsperson (im gewissen Sinne) und würde sie auch bleiben wollen; allein der Gedanke an den heruntergekommende Loft ließ ihn innerlich erschaudern. Auch, weil er schlimmeres befürchtete und überhaupt-
Keine Paranoia. Er konnte es nur wiederholen. Zeig keine Angst. Die Mimik auf das Minimalste reduziert. Sein Blick (wenn Léon sich selbst im Spiegel sehen würde, er wäre verwundert) düster, der Mund kritisch nach unten gezogen. Scheinbar hatte er den Bogen raus.
„Wenn ich nicht innerhalb einer Stunde wieder zurück bin, dann…“, eine gehaltvolle Pause, die in einem Nicken endete. Wie bereits gesagt: Seriösität (was auch immer Léon darunter verstehen mochte)
Damit war dann auch alles gesagt; der Weg frei ins Gebäude, von wo aus er sich immer noch unnötig Sorgen machen konnte. Wenn er denn dazu die Zeit hatte.
Ja…
Packen wir’s an, ne?


9. Feb 2010 16:27
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Beitrag Re: Exsecratio Musicae - Kapitel 3: Don't breathe too deep
[Gabrielle McGregor – Alphabet City]

"Oh …" Gut, okay, nun verstand Gabi Aarons Stimmung. Sein Charakter hatte AIDS, dessen Freund Angel hatte AIDS … und würde sterben. Blieb nur zu hoffen, dass es noch nicht zu spät war und keiner ihrer Kollegen Angel repräsentierte. Aber das konnte sie sich eigentlich nicht vorstellen, soweit war es doch sonst auch nie gekommen.

„Naja, auswendig kenne ich den Film nicht gerade, ich hab mich hauptsächlich für die Musik interessiert ... was heißt spät? Weißt du bei welchem Zeitpunkt der Handlung wir sind?“, fragte Gabi möglichst beiläufig, während sie das Haus betraten, das Aaron ihnen gezeigt hatte. An Amy gewandt hob sie abwehrend die Hände. „Das überlass ich lieber Aaron, ich glaub er kennt sich hier deutlich besser aus.“


14. Feb 2010 22:02
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Beitrag Re: Exsecratio Musicae - Kapitel 3: Don't breathe too deep
[Claude McEntire – Marks & Rogers Loft]

„Natürlich bin ich ich!“, antwortete Claude scharf und verdrehte dabei die Augen. Irgendwie kam ihm das alles hier wirklich ein wenig seltsam vor. Für einen kurzen Moment kam ihm das piepsende Gerät wieder in den Sinn – aber er schüttelte diesen Gedanken schnell wieder ab.

Gerade wollte der Blonde sich auf die Diskussion mit Jim einlassen, als Anna ihre Meinung zu dem ganzen äußerte. „Hm, gute Frage...“ Skeptisch betrachtete Claude die Kamera, die ihm Jim auf einmal so breitwillig überließ und hob dann den Kopf. Zweifelnd sah er Anna an und meinte: „Also irgendwie habe ich die Befürchtung, dass der Gute hier ein wenig irre geworden ist, oder?“

Auf den Kommentar mit der Kassette hin, tat er es seiner Kollegin gleich und schlug sich ebenfalls die freie Hand auf´s Gesicht. „Völlig irre!“, gab er sich auf seine Frage hin selbst die Antwort.


14. Feb 2010 23:47
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Beitrag Re: Exsecratio Musicae - Kapitel 3: Don't breathe too deep
[Madame X (NC)]
nahe des Büros, Krankenhaus

Nein, das kann doch jetzt nicht wahr sein!
Machtlos musste die Fotografin miterleben, wie Ricks Weg ihn geradewegs in das Büro des Klinikleiters führte. Ihrer dagegen endete bereits mehrere Meter zuvor – verdammte Polizistin!
„Immer schön den Ball flach halten, ja?“, äußerte sie sich wortlos zu dem anhaltenden Gemotze. War ja immerhin mit ihrem Ärger nicht alleine; die Fotografin konnte sich wer-weiß-was besseres vorstellen, als die Stützpfeilerschwalbe zu mimen (die niemand sehen durfte). Das war aber auch nur möglich, weil Alexander keine Anstalt machte, seinen Platz zu verlassen. Sie musste aber da hi~in, wie oft denn noch?
Ich bin doch nicht mit Schönheit gestraft worden. Oder möglicherweise …doch?
…aaaaaarrrrr, blöder, blöder, blöder, blöder Scheißkerl! Sie klackerte ein wenig mit den Schuhen.
Menno. Bis zur Stunde hatte das noch ganz anders ausgesehen. Da waren ihr die Motive wie von selbst zugeflogen. Man nehme nur einmal diesen Zwischenfall, der…
Ein leises Piepsen. Die Fotografin ließ ihrer Hand in der Tasche verschwinden. Sie wusste schon, konnte es aber unschwer ändern. Würde warten müssen. Bis sich die Situation entspannt hatte.

Langsam wurde es lästig.




[Felicia Kristin Thomas (NC)]
auf dem Weg zu Lex und dem ‘kleinen Italiener’

Und wenn Tom ihr den Präsidenten der vereinigten Staaten von Amerika auf den Hals hetzen würde, Kristin blieb dabei. Bezichtigte Tom des Versagens, der totalen Unfähigkeit, den hiesigen Bewohnern die Art von Versorgung zukommen zu lassen, die ihnen gebührte. Beweise dafür, nun, dazu brauchte es nicht viel: zwei gesunde Augen taten ihr Übriges.
Sie kannte sich mit Männern aus. Hatte ihr Sprache studiert, sie katalogisiert; wie Schmetterlinge mit Nadeln aus Worten desavouiert. Eintrag für Eintrag geschrieben, über mehrere Jahre hinweg. Und nun das!

Sie knirschte mit den Zähnen. Es mochte vor zwei Jahren begonnen haben, vielleicht aber auch schon eher. Damals habe sie noch zu einem anderen Team gehört. Sich mit Dingen wie Kunstgeschichte und Handel den Abend verdorben. War mit einer Kollegin um die Häuser gezogen, immer auf der Suche nach einem Anhaltspunkt, denn ihre Freiheit habe auf dem Spiel gestanden. Die Chance auf eine Beförderung und dem endgültigen Bruch mit ihrem nichtsnützigen Ehemann.
Sie wollte nicht länger die Muse spielen. Nicht länger gebunden sein.
Ironisch, dass sie – wenn auch indirekt – sich im Kreise drehte. Wieder mit Dingen konfrontiert wurde, deren Kontrolle ihr nicht oblagen. Die Malerei dem Schauspiel, Tanz wie auch der Musik gewichen war, freiwillig. Anscheinend konnte Gott die Analytikerin nicht besonders leiden, sonst würde sie jetzt brav über ihren Statistiken brüten, statt… ach, es war zum Schreien!

Besonders, als sie aus der Entfernung Lex und seinen neuen Begleiter wahrnahm. Sich Erinnerungen auftaten, die sie, die Hartgesottene, eigentlich längst mit Hilfe von Hypnose und etlichen Therapiesitzungen bezwungen haben müsste. Wie erbaulich.

„Musst du nicht verstehen“, gab Lex derweilen beim Hochziehen zurück. „Ist nur so eine Redensart.“
„In welchen Kreisen denn, amico?“ Der Teenager rollte mit den Augen. „Disneyland?“
„Spielt keine Rolle.“
„ Uiii~i.“ Welch Begeisterung. „Das würd ich an Ihrer Stelle jetzt auch behaupten.“
„Nun sei nicht so.“ Lex schmunzelte. „Ich tue dir schon nich-“
„Aber ich gleich“, beendete Kristin den angefangenen Satz, nachdem sie sich - notgedrungen – hinter die Beiden gestellt hatte. Die darauffolgende Verwirrung nahm sie unbeirrt in Kauf. „Außer natürlich, Sie beantworten mir eine einfache Frage und lösen sich augenblicklich in Luft auf.“
Bitte?“
„Schön, dann eben nur die Frage.“ Sie wollte mal nicht so sein (ha ha!). „Also?“
„Die da wä~äre?“ Das kam von dem Teenager, genörgelt natürlich. Reichte schon, dass der Mann vor ihm sich komisch aufführte. Da konnte Kristin ruhig anders sein.
War sie aber nicht war: „Kinder sollten in Gegenwart der Erwachsenen still sein“, so ihr Plädoyer, dass sie mit halb zugeknifenen Augen unterstrich. Ehrlich, nichts als Ärger hier. Wär sie doch bloß daheim geblieben!

„Erwachsene sind aber auch nicht allwissend.“ – „Und du nicht der Nabel der Welt.“
„Wollen wir es austesten?“ Hey, das konnte seinetwegen stundenlang so weiter gehen. Er hielt das durch, anders als Lex, der einen tiefen Seufzer nach dem anderen tat. Sich fragte, ob er seiner Berufung oder mehr der Vernunft nachgab – wohl auch, da keiner der beiden so schien, als würde er so schnell aufhören wollen.

Bis zu dem Moment, wo es innerlich ‚Klick’ machte. Kristin den Teenager noch kritischer (ging das überhaupt?) musterte, als wäre ihr sein Benehmen, na, wie soll ich sagen, vertraut?
„Sag einmal…“, unterbrach sie ihn schließlich, den Kopf noch weiter vor sein Gesicht haltend. „Kennen wir uns beide nicht von irgendwoher?“ Sie pausierte. Verweilte mehrere Minuten in einer merkwürdigen Haltung, ehe sich ein breites Grinsen auf ihr Gesicht bildete. „Ja doch.“ Ihre Stimme wurde tiefer. „Ich hab dich schon einmal gesehen…“

Und so begann der Junge ein Stoßgebet in Richtung Himmel zu schicken…


16. Feb 2010 02:05
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Notiz: The only way to get rid of a temptation is to yield to it.
Beitrag Re: Exsecratio Musicae - Kapitel 3: Don't breathe too deep
[Aaron Winterfeld - Alphabet City]

Aaron stapfte erst einmal die ersten paar Stufen nach oben, bevor er die jeweiligen Fragen beantwortete. Warum fragten die beiden bloß so viel? Er hatte wirklich keine Lust mehr. Aber lächeln. Lächeln. Weder Gabi, noch Amanda hatten an irgendetwas schuld. Niemand hatte Schuld. Außer dem Phantom.
"Mark und Roger wohnen im Loft, also ganz hoch." Noch ein paar Stufen. "Mimi wohnt einen Stock tiefer." Woher er wusste, wo in der Handlung sie waren? Falsche Frage. Ganz falsche Frage. "Ich weiß es einfach. Erklär ich euch, wenn wir die anderen gefuden haben."
Es dauerte nicht lange, bis sie die Schiebetür des Lofts erreicht hatten. Und Aaron hatte keine Lust mehr, länger zu warten, zu diskutieren. Wenn sie an der falschen Tür waren, konnten sie sich immernoch eine Ausrede überlegen.
Er hob die Hand und donnerte ein paar Mal mit der Faust gegen das Metall.


20. Feb 2010 23:16
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Beitrag Re: Exsecratio Musicae - Kapitel 3: Don't breathe too deep
[bei Oliver Mc Kinsey]
vor dem Redaktionsgebäude

Von dem Privileg, den Klinikleiter höchstpersönlich ein paar Fragen zum „musikalischen“ Koma zu stellen, bekam Oliver zur selben Zeit nichts mit. Sein Weg führte ihn zurück zu seinen Wurzeln, der hiesigen Redaktion, vor der Cynthia ihn bereits erwartete.
Schon ihre Sprachmeldung hatte seltsam geklungen – und auch jetzt machte sie kaum den Eindruck, als ob es sich hierbei um eine bloße Rückmeldung handelte. Mehr, als sei irgendeinem Mitarbeiter Informationen zugespielt worden, die er sich dringend ansehen musste. Vielleicht… ein Video?


20. Feb 2010 23:34
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