Das Mafia RPG

Inhaltsverzeichnis
1.: Die Cosa Nostra
a) Die Hierarchie
b) Der Codex
2.: Die Yakuza
a) Die Hierarchie
b) Der Codex
3.: Sonstige
a) Die Gerechtigkeitshüter
b) Die chinesische Mafia

1.: Die Cosa Nostra Unter Cosa Nostra versteht man die sizilianische Mafia, deren Ursprünge vermutlich ins 19. Jahrhundert zurückgehen. Die Mitglieder der Organisation sind in sogenannte Familien aufgeteilt, denen jeweils ein Capo (= Boss) vorsteht. Mafiosi tragen für gewöhnlich Anzüge und Hüte.
a) Die Hierarchie
Dem Boss der gesamten Familie (capofagmilia) unterstehen meist ein stellvertretender Boss und ein oder mehrere Consiglieri. Der Consiglieri erfüllt als Berater des Bosses eine der wichtigsten Funktionen der Familie. Er hat keine direkte Befehlsgewalt und für gewöhnlich gibt es nie mehr als drei Consiglieri pro Familie.
Die nächsten Ränge halten die Caporegime (auch Capodecina genannt) inne, denen jeweils ungefähr 10 Soldati unterstehen, die in diesem Fall normale Mitglieder sind.
Den untersten „Rang“ haben Assoziierte der Familie; diese sind lediglich Werkzeuge für die Familie und werden nicht als richtiges Mitglied gezählt. Das ist der höchste Rang, den Leute, die keine Italiener sind, bekleiden können. Häufig sind es korrupte Politiker.
b) Der Codex
Das, was die Mafia von den meisten Kriminellen unterscheidet, ist nicht nur wie organisiert ihre Verbrechen sind, sondern auch der eigene Codex der Familie.
Die Omerta
Die Omerta ist die Pflicht, stets über die Mitglieder oder Machenschaften der Organisation zu schweigen. Jemandem, der andere Mafiamitglieder an die Polizei verrät, erwartet die Todesstrafe; oft werden auch die Angehörigen des Verräters getötet.
DIE ZEHN GEBOTE DER MAFIA
Die zehn Gebote sind als Richtlinien eines ehrenwerten Mafiosi gedacht.
Wie bei vielen anderen Fällen eines existierenden Verbrechercodex' (zB bei den Piraten) werden diese oft nicht eingehalten, immerhin handelt es sich wie der Begriff schon sagt nur um Richtlinien und keine Regeln.
1. "Man stellt sich unseren Freunden nicht allein vor - dies geht nur über die Vermittlung eines Dritten."
2. "Lass die Finger von den Ehefrauen unserer Freunde."
3. "Wir machen keine Geschäfte mit den Bullen."
4. "Wir besuchen weder Tavernen noch Klubs."
5. "Es ist Pflicht, der Cosa Nostra jederzeit zur Verfügung zu stehen. Auch wenn die Frau kurz vor der Entbindung steht."
6. "Verabredungen werden kategorisch eingehalten."
7. "Die Ehefrau muss respektiert werden."
8. "Wenn man nach etwas gefragt wird, was man weiß, muss man die Wahrheit sagen."
9. "Es ist verboten, sich Gelder anzueignen, die anderen oder anderen Familien gehören."
10. Wer nicht der Cosa Nostra angehören kann:
- Wer einen engen Angehörigen bei den Sicherheitskräften hat
- Wer Fälle von Untreue in der Familie hat
- Wer sich schlecht verhält und sich nicht an moralische Werte hält.
2.: Die Yakuza
Die Yakuza (= japanische Mafia) bestehen im Gegensatz zur Cosa Nostra schon seit mehreren Jahrhunderten und sind in mehrere kumi ( = Banden) unterteilt. Seit Ende des 20. Jahrhunderts ist das sichtbare Bekenntnis zu einem kumi strafbar, weswegen viele Yakuza nun im Untergrund arbeiten müssen.
Yakuza kommen von überall; auch werden Kinder, die von ihren Eltern im Stich gelassen oder verbannt wurden, aufgenommen. Viele Yakuza beginnen ihren Weg in der Mittel- oder Oberstufe ihrer Schule oder als gewöhnlicher Straßendieb.
Die Kleiderordnung besteht oft auf Anzüge, aber auch beispielsweise bunte Hawaii-Hemden kommen häufig vor, je nach Bande. In der modernen Zeit benutzen Yakuza selbstverständlich auch hauptsächlich Schusswaffen, Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel.
a) Die Hierarchie
Der Anführer der Yakuza wird Oyabun oder Kumichō (組長, Kopf der Familie) genannt und gibt Befehle an seine Untergebenen, die Kobun. Die Organisation ist eine Variation des senpai-kōhai (Senior-Junior)-Modells. Mitglieder der Yakuza verlassen ihre Familien und schenken stattdessen dem Boss ihre Loyalität. Die Mitglieder einer kumi werden als Familienmitglieder bezeichnet; Väter, sowie jüngere (shatei) und ältere Brüder (kyodai). Weibliche Mitglieder sind eher selten und werden als ältere Schwestern bezeichnet.
Die Organisation der Yakuza hat eine komplexe Struktur; der Boss des Syndikats, Kumicho, darunter die saiko-komon (Berater). Die Nummer 2 der Bande ist Waka gashira, zwar nicht im offiziellen Rang, aber was seine Autorität betrifft. Er ist der Mittelsmann und sorgt dafür, dass die Befehle des Oyabun ausgeführt werden, leitet zudem bis zu viele verschiedene Gangs in einer Region. Die saiko-komon besitzen meist eigenen Reviere und Untergebene.
b) Der Codex Mit
Yubitsume (Fingerschneiden) kann man eine Entschuldigung äußern bzw. eine Strafe erhalten; beim ersten Mal fängt man mit dem linken kleinen Finger an, das abgeschnittene Glied übergibt man dem Boss. Manchmal kann dies auch ein stellvertretender Boss anstelle seines Untergebenen machen, falls er diesen davor bewahren will. Die unteren Finger werden zuerst abgeschnitten und soll etwas symbolieren: Bei der traditionellen Art ein japanisches Schwert zu halten wird nämlich mit jedem Finger der Griff schwächer, sodass man letztendlich mehr auf die Gruppe angewiesen ist für Schutz. In den letzten Jahren kamen immer öfter Fingerprothesen in Umlauf, um die Zugehörigkeit zu den Yakuza zu vertuschen. Bei manchen Banden ist dieses Ritual auch veraltet und wird nicht mehr benutzt.
Ein wichtiges Merkmal der Yakuza sind
Ganzkörpertattoos, die eine sehr schmerzhafte und langwierige Prozedur sind, oft über Jahre hinwegdauern. In der Öffentlichkeit müssen die Tattoos - die allgemein nur sehr selten gezeigt werden - versteckt werden, was mithilfe langärmliger Kleidung mit hohem Kragen bewerkstelligt wird.

Erwähnenswert ist auch das
Ritual, Sake zu teilen. Damit wird die Brüderschaft zwischen den Mitgliedern der Yakuza und oft auch rivalisierenden Banden verdeutlicht. Jemand, der Sake mit dem oyabun trinkt, darf Mitglied der Bande werden.